Begemann, Begeman, Sternberg, Lippe
Begemann
Was häufig gefragt wird 
Ahnenforschung      

Die Suche nach Vorfahren führt vorzugsweise zur Beschäftigung mit dem eigenen Namen. Für Begemann oder Begeman gibt es gute Aussichten, mehr über die Familien und deren Lebenswelt im Fürstentum Lippe zu erfahren, wenn noch Lebensdaten aus der Mitte des 19.Jahrhunderts bekannt sind. Eine Arbeitsgruppe des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. hat dazu nützliche Informationen und Hinweise veröffentlicht: www.nhv-ahnenforschung.de. Es gibt weitere ergiebige Internetseiten für die Suche nach Vorfahren mit dem Namen Begemann

  Verwandtschaften

Namensgleichheit verbindet, führt aber zu der meist irrigen Annahme, irgendwie verwandt zu sein - wenn auch in früherer Zeit. Zunächst einmal sind Familiennamen in aller Regel nicht aus einer personalen Urzelle, einem Stammvater, entstanden. Zum anderen waren die Familiennamen in Lippe bis zur sogenannten "Versteinerung" der Namen um etwa 1865 an die Wohnstätte gebunden, wurden also mit Verlassen der Wohnstätte abgelegt oder beim "Aufheiraten" (Zuzug bei Heirat) angenommen. Die Verwandtschaftslinie kann also unterbrochen sein, obgleich der Name stets weitergeführt worden ist.

Als Regel kann gelten: Zwei namensgleiche Menschen, die nicht am Ort ihrer Vorfahren wohnen, sind höchst selten miteinander verwandt.

  Archive

Vorzugsweise: 
Nordrhein-westfälisches Staatsarchiv Detmold mit Personenstandsarchiv. 
Willi-Hofmann-Str.2, 32756 Detmold, Tel 05231/766-0, E-mail stadt@lav.nrw.de

Archivarbeit benötigt viel Zeit, Erfahrung und Hintergrundwissen, zu empfehlen nur für Leute mit Ausdauer und wissenschaftlicher Arbeitsweise.
Eine Anmeldung ist erforderlich. 

Unentbehrliche Hilfsmittel für dieses Archiv sind  (Bezug über das Staatsarchiv in Detmold):

  • Kurzübersicht (383 S.!) über die Bestände des Archives (Ausgabe 1994)
  • Roland Linde, Vorfahren- und Familienforschung in Lippe, Horn-Bad Meinberg 1992 (z.Zt. vergriffen)
  • Roland Linde (Bearb.), Lippische Salbücher des 16. und 19.Jahrhunderts, Findbuch zum Bestand L 101 C1 des Nordrhein-Westfälischen Staatsarchivs Detmold, Detmold 2000
  Bibliotheken

Für spontanes Stöbern wie für intensives Studium gleichermaßen geeignet sind die großen Bibliotheken. Zum Beispiel:

  • Lippische Landesbibliothek Detmold, Hornsche Straße 41, 32756 Detmold. Tel 05231 / 9266013. lippe@llb-detmold.de Umfangreiche Regionalbibliothek mit Lippe-Datenbank. Die Fernausleihe ist aus allen größeren Stadt-, Landes- oder Hochschulbibliotheken möglich. 
  • Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt, Tel.069/1525-0.www.d-nb.de. Umfasst so gut wie alle deutschen Druckerzeugnisse nach 1945. Der Katalog ist online benutzbar. Eine Ausleihe ist nicht möglich. Geringe Gebühren. 
  • Regionale Online-Recherchen sind möglich z.B. über den Gemeinsamen Bibliotheksverbund der norddeutschen Länder in Göttingen (www.gbv.de) oder das Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen in Köln (www.hbz-nrw.de).    Literaturhinweise
  Persönlichkeiten (siehe auch Web-Seite "Personenregister")

Einige Begemann sind oder waren überregional bekannt oder in einem fachlichen Zusammenhang herausragend:

• In Deutschland unter anderem:

Bernd Begemann, Hamburg, durch TV-Sendungen, Konzerttourneen und Plattenproduktionen sehr erfolgreicher Sänger 
mit persönlichem Stil, "elektrischer Liedermacher" (stammt aus Bad Salzuflen, nach eigenen Angaben Adoptivkind türkischer Geburt)
Hans Christoph Begemann, Hamburg, klassischer Bass-Bariton mit vielfäliger Konzerttätigkeit und Lehrauftrag an der Musikhochschule Mainz
Prof. Dr. Christian Begemann, Lehrstuhl für neuere deutsche Literaturwissenschaften, Universiät Bayreuth
Prof. Dr. Herbert Begemann, München, Hämatologe, * 1917 in Münster, + 1994 in St.Peter, vielfacher Unterzeichner von öffentlichen Aufrufen gegen atomare Gefahren, Gründungsmitglied der Internationalen Ärztevereinigung gegen den Atomkrieg, sowie dessen Bruder
Helmut F. Begemann
(Autor mehrerer Fachlexika für Nutzhölzer, * 1912 in Wesel) 
(beider Vater Friedrich Begemann war Holzgroßhändler in Köln, + 1943)
Prof. Dr. Ernst Begemann, * 1927, Sonderpädagoge in Mainz
Prof. Dr. Friedrich Begemann, * 1927 in Extertal-Almena, früher Physiker am Max-Planck-Institut für Strahlenphysik in Mainz 

Eine fiktive TV-Filmfigur ist der Dr.Begemann (gespielt von Arnfried Lerche) in der Serie "Girlfriends" des ZDF
Ebenso eine TV-Rolle ist die Hedwig Begemann (gespielt von Gerda Boeken) in der Serie "Verbotene Liebe" der ARD 

• Im Ausland sind das unter anderem:

Prof. Dr. Egbert Haverkamp-Begemann, (* 1923) vormals Universität New York, Institut für Bildende Kunst

In die Kunstgeschichte eingegangen ist Margot Begemann, Nachbarin des Vincent van Gogh in Nuenen. Sie verliebte sich 1883 mit 43 Jahren
in den noch nicht berühmten Maler. Wegen Ablehnung der Heiratsabsichten versuchte Margot, sich zu vergiften.

In den Niederlanden ist Begemann Bestandteil des Namens des Unternehmens: Koninklijke Begemann Groep N.V. , Breda (NL). Der Name geht zurück auf eine Maschinenfabrik im brabantischen Helmond, im 19.Jahrhundert geleitet, von einem Egbert Haverkamp-Begemann. Die ursprünglichen Fabriken in Helmond wurden 1993 geschlossen. In Helmond werden die traditionell dort produzierten Begemann-Pumpen heute unter dem Dach der schottischen WEIR-Group hergestellt..

Die Zentrifugalpumpe 332 aus dem Produktionsjahr 1904 ist in Helmond als Industriedenkmal ausgestellt .

  Denkmäler

Aus der Zeit nach den Weltkriegen des 20.Jahrhunderts gibt es eine Vielzahl von Kriegerdenkmälern mit Namenseintragungen, teilweise als Gedenktafeln in Kirchen. Wegen der sich häufig wiederholenden Vornamen eignen sich solche Denkmäler selten für die Identifizierung bestimmter Personen. 

An denkmalgeschützter Stelle befinden sich die Namenseintragungen von Emil Begemann und August Begemann: In der prunkvollen Kapelle des Schlosses Bückeburg auf Totentafeln für die Soldaten des 1.Weltkrieges. Ihre Familien gehen zurück auf Höfe der benachbarten Orte Wendlinghausen und Betzen in Lippe, sie waren aber nicht miteinander verwandt. 

Zu nennen ist auch der Grabstein des Pastors und Seminardirektors Wilhelm Begemann (1813-1862) auf dem früheren Weinbergfriedhof in Detmold, Paulinenstraße (Bild des W.Begemann in: Die Lippische Landeskirche 1684-1984, Detmold 1984, S.198). Wilhem Begemann war Vertreter der sogenannten "Erweckungsbewegung" und theologischer Widerpart der aufklärerischen Amtsbrüder seiner Landeskirche.

  Hausinschriften

Von verschiedenen lippischen Höfen sind Hausinschriften mit dem Namen Begemann erhalten, z.B. 

  • in Dörentrup-Wendlinghausen (Meyerhof mit Häusern aus dem 18. und 19.Jahrhundert) 
  • in Dörentrup-Betzen (Haus des 17.Jahrhunderts)
  • in Bad Salzuflen-Oberwüsten (2 Häuser aus dem 19.Jahrhundert)
  • in Kalletal-Stemmen (Haus 19.Jahrhundert)
  • in Kalletal-Langenholzhausen (Haus 19.Jahrhundert)
  • in Blomberg-Tintrup, das ist Freismissen (Haus aus dem 19.Jahrhundert)                                         Texte der Hausinschriften
   Wappen

Ein gemeinsames, historisch überkommenes Familienwappen gibt es nicht. In einzelnen Fällen ist ein an die allgemeine Heraldik angelehntes Wappen überliefert oder in Gebrauch.
Die heute kommerziell angebotenen Familienwappen sind weitgehend Fantasieprodukte ohne wirkliche Tradition.
Stern und Rose sind die tradionellen allgemeinen Symbole an lippischen Bauernhöfen. 

   Irrtümer

Die mit Sorgfalt erstellten und hier veröffentlichten Texte müssen nicht frei von Fehlern und Irrtümern sein.
Korrekturen und Ergänzungen:  mail
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